Citytrip, Reisen

Weihnachten in Paris

Januar 8, 2015

Paris zu Weihnachten – überall beleuchtete Alleen, bunte Lichter in der märchenhaften Dunkelheit des Winters und kleine, überfüllte Cafés, in denen die Menschen den Schneeflocken draußen zusehen.
Wir erzählen euch, wie wir unsere viertägige Reise gestaltet haben, welche U-Bahn Tickets die günstigsten sind und welche Ecken ihr nicht verpassen solltet. 

Tag 1: Spaziergang durch Montmatre & rund um die Opéra Garnier

Unser kleiner Citytrip nach Paris begann mit großem Glück bei der Buchung des Flugs: Schon am frühen Vormittag landeten wir am Flughafen Orly und hatten so noch den ganzen Tag, um Paris zu erkunden. Der Transfer zum Bahnhof Gare du Nord war ohne Probleme erreichbar. Orlyval verbindet den Flughafen mit der Station Antony, von wo aus man mit der Linie RER B direkt ins Zentrum von Paris fahren kann.

Die ersten Stunden verbrachten wir nahe unseres Hostels im Viertel Montmatre. Wir starteten unseren Spaziergang mit einem Besuch von Sacré-Coeur und schlenderten durch die kleinen Gassen rund um den Place du Tertre. Zwischen all den niedlichen Cafés saßen selbst an diesem kalten Tag zahlreiche Künstler, die die typischen Pariser Stadtlandschaften mit Ölfarben auf ihre Leinwände zauberten.

Da wir am ersten Tag noch etwas unvorbereitet waren, fuhren wir nach einer kleinen Kaffeepause im Cafe Mont Cenis (Kaffee: unglaublich gut. Bedienung: unglaublich unfreundlich) mit der Metro in Richtung Zentrum und spazierten durch die Straßen rund um die Opéra Garnier. Ein kleiner Geheimtipp für alle Prinzessinnen: In der Galeries Lafayette hängt im Dezember ein überdimensionaler glitzernder, blinkender „Weichnachtsbaum“ unter dem beeindruckenden Kuppeldach des Gebäudes.

Sehenswertes unterwegs: Le Consulat und die umliegenden Straßen in Montmatre, das Foyer der Opera Garnier und die weihnachtlich beleuchtete Rue Haussmann

Tag 2: Musée du Louvre, Little India & romantischer Spaziergang auf der Champs Elysées

Den zweiten Tag begannen wir mit dem Klassiker Musée du Louvre. Was in keinem Reiseführer steht:  Die italienischen Malereien rund um die Mona Lisa nehmen nur den kleinsten Teil der Ausstellungen ein. Viel beeindruckender waren für uns die Architektur des Gebäudes selbst, die Sammlung Ägyptischer Altertümer sowie die Skulpturen im Lichthof. Der Eintritt ist für EU-Bürger bis 26 Jahre übrigens kostenlos.

Vom Musée du Louvre bietet sich ein Spaziergang durch den Jardin des Tuileries bis zum Place de la Concorde an. Zwischen den vielen kitschigen Souvenirläden auf der angrenzenden Rue Rivoli liegt zudem die zauberhafte Librairie Galignani versteckt: Ein Buchladen fast aus einer fremden Zeit – mit gemütlichen Lesesesseln zwischen den dunklen, viel zu eng gestellten Holzregalen und ihren meterhohen Leitern.

Weiter ging es mit der Metro zur Passage Brady in „Little India“, um unsere Vorräte an indischen Gewürzen und Currypasten aufzufüllen.
Den Abend verbrachten wir nach einer kurzen Verschnaufpause im Hostel mit einem romantischen Spaziergang über die weihnachtlich dekorierte Champs Elysée und entlang der Seine mit süßlich-sentimentalem Postkarten-Blick auf den Eiffelturm.

Sehenswertes unterwegs: Das Karussell im Jardin des Tuileries, der Place Vendóme erreichbar von der Rue Rivoli, der Arc de Triomphe (großartige Aussicht, kostenlos für EU-Bürger bis 25) 

Tag 3: Mein Favorit – Montparnasse & Quartier Latin

Tag drei unserer Reise war mein persönlicher Favorit. Nachdem wir die beiden obligatorischen Sehenswürdigkeiten Les Catacombes de Paris und Cathédrale Notre Dame besichtigt hatten, verbrachten wir den Nachmittag in den Boutiquen des Quartier Latin und dem wohl schönsten Buchladen, den ich je sehen durfte:

Schon vor dem Eingang von The Abbey Bookshop stapelten sich die Bücher, innen bis zur Decke. Die Gänge zwischen den Regalen waren so eng, dass ich kaum mit meiner winzigen Handtasche hindurch gepasst habe. Und in all dem Chaos fand ich sie: Eine wunderbare in Leder gebundene Ausgabe des kleinen Hobbit mit traditionellem Goldschnitt. Der verrückte Kanadier, dem der Shop gehört, verkaufte mir sie schließlich für viel weniger Geld – anscheinend etwas überrumpelt von meiner Begeisterung.

Nach unserem Abendessen in einer kleinen Ramen-Bar auf der Rue Sainte-Anne – der Straße, der man nachsagt, dass man dort das beste japanische Essen bekommt –  fuhren wir noch einmal zurück ins Quartier Latin mit all seinen kleinen, quirligen Bars, um dort unsere Reise bei einem Cocktail ausklingen zu lassen.

Sehenswertes unterwegs: Die kleinen Boutiquen mit allerlei buntem, handgemachten Krimskrams im Quartier Latin, Shakespeare and Company auf der Rue de la Búcheríe, ein nächtlicher Spaziergang über die Íle de la Cité und die Íle Saint-Louis.

TAG 4: HEIMREISE

Da es am letzten Tag schon am frühen Nachmittag zurück nach Hause ging, haben wir die letzten Stunden nur noch für einen Bummel rund um den Bahnhof Gare du Nord genutzt.
Übrigens: Für diesen vier-tägigen Aufenthalt haben je eine Zehnerkarte und 2 einzeln zugekaufte Tickets für die innerstädtischen Zonen Paris‘ gereicht – weitaus billiger, als die angebotenen Mehrtages- und Touristentickets.

Das Hostel

Unsere Unterkunft – das Vintage Hostel auf der Rue de Dunkerque – haben wir trotz des schönen Zimmers und des freundlichen Personals gern wieder gegen unsere Wohnung eingetauscht, da es nur kaltes Wasser zum Duschen gab – egal ob früh oder abends. Allerdings bot es uns den perfekten Ausgangspunkt für all unsere Unternehmungen – in absoluter Nähe zu günstigen Restaurants und Bars, dem Bahnhof, U-Bahn-Stationen und Sacré-Coeur.

Mehr Bilder von Paris findet ihr bei unseren Fotogalerien.

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